Normen in der Lebensmittel- Branche

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Alle Normen unter einem Hut

Normen (c) Radatz
Normen (c) Radatz

Unternehmen in der Lebensmittelbranche sind vielen Normen ausgesetzt...

… und müssen deren Erfüllung gut organisieren. Wir zeigen auf, wie ein modernes Qualitätsmanagementsystem für den Wiener Wurstspezialitäten Radatz eingesetzt wird.

Feine Käsekrainer oder Leberkäse, Schinken, würzige Debreziner und noch viel mehr kauft man in Wien und ganz Österreich gern aus der Herstellung der Radatz Feine Wiener Fleischwaren Gesellschaft m.b.H. Aus der kleinen, 1962 gegründeten Fleischerei im 4. Wiener Gemeindebezirk wurde im Laufe der Jahrzehnte der größte fleischverarbeitende Familienbetrieb Österreichs. Heute vertreibt das Unternehmen seine Produkte nicht nur über die mittlerweile 24 Fleischereifachgeschäfte der eigenen Vertriebs-GmbH in ganz Wien und seinen Fabrikverkauf, sondern beliefert über 100 Wiener Würstelstände. Österreichweit führen außerdem die wichtigsten Supermarktketten die Wurstwaren im Kühlregal und der Frischtheke. Neben der Radatz-Produktion, dem Filialbetrieb und den Abholmärkten gehört seit 1998 auch die Firma Stastnik GmbH, Hersteller von Salami-, Speck-, Cabanossi- und Putenfleischprodukten, zum Familienunternehmen. Insgesamt beschäftigen die vier Firmen, die zur Radatz-Gruppe zählen, etwa 960 Mitarbeiter und werden in zweiter Generation von Dr. Franz Radatz, Sohn der Gründer Franz und Elisabeth Radatz, geleitet.

 

Strenge Qualitätsanforderungen für Fleisch- und Wurstwaren

Damit es den Kunden bei Radatz heute genauso gut wie vor fünf Jahrzehnten schmeckt, stellt das Führungsteam des Unternehmens einen hohen Anspruch an Qualität, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln in Bezug auf Produktion, Umwelt und Mitarbeiterführung. Der Blick auf die Produktqualität nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein, denn Fleisch und Wurst zählen zu den am häufigsten geprüften Lebensmitteln: Sie unterliegen von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zum Verkauf strikten Qualitätskontrollen. Hier ist unter anderem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit in der Herstellungskette für einen optimalen Verbraucherschutz unverzichtbar.

Insgesamt umfasst die wöchentliche Radatz-Produktion ganze 350 Tonnen Fleischprodukte, das Tochterunternehmen Stastnik produziert pro Woche rund 210 Tonnen. Um bei einer Herstellung in diesen Dimensionen die Qualität aller Produkte sowie die Sicherheit des Lebensmittels Fleisch zu garantieren und eine optimale Eigenkontrolle während des gesamten Herstellungsprozesses zu gewährleisten, beschlossen die Verantwortlichen im Jahr 2010 die Integration des seit 1995 aufgebauten QM-Systems in das ConSense System. Es sollte das Management der Vielzahl an Anforderungen erleichtern und durch automatisierte Abläufe noch effizienter gestalten.

 

ConSense vereint alle Normen und Standards

Bei Radatz hatte man sich zuvor für die Zusammenarbeit mit der Aachener ConSense GmbH entschieden. Diese bot mit ihrer Software ConSense IMS|QMS|PMS ein System an, das sowohl die ISO 9000 als auch IFS unterstützt. Denn der Wurstwarenhersteller ist nicht nur seit 1995 nach der prozessorientierten ISO 9001 zertifiziert, in Sachen Produktsicherheit erfüllt er außerdem die Anforderungen nach International Featured Standard Food (IFS-Food) auf höherem Niveau. Nun verknüpft das leistungsfähige Integrierte Managementsystem in der Enterprise-Version, die auf Unternehmen mit mehreren Standorten ausgerichtet ist, die Firmengruppe dabei, Gesetze, Standards und Normen an sämtlichen Produktionsstätten einzuhalten.

Bis gegen Ende des Jahres 2010 dauerte die Vorbereitungsphase, pro Standort mussten etwa zehn verschiedene Abteilungen in der Nutzung des neuen Systems geschult werden. Ein zweitägiger ConSense-Workshop leistete die Einführung. Danach war es dem Unternehmen möglich, weitere Schulungen eigenständig durchzuführen und nur bei Bedarf auf die Unterstützung der Softwarespezialisten zurückzugreifen. Die neue Software ConSense IMS Enterprise informiert die Mitarbeiter über interne Abläufe und Regelungen und stellt eine Vielzahl von Informationen, die stets auf aktuellstem Stand abrufbar sind, bereit – von Arbeitsanweisungen über benötigte Formulare und Schulungsinformationen bis hin zur Hausordnung. „Auch ganz einfache Dinge, die jeder unserer Mitarbeiter bereits verinnerlicht hat, sind hier noch einmal schriftlich fixiert, etwa welche Hygienekleidung ein Mitarbeiter in bestimmten Bereichen tragen muss und wie oft diese gewechselt werden muss“, erklärt Ing. Georg Prischl, Verantwortlicher für das Qualitätsmanagement bei Radatz und Stastnik.

Eine große Herausforderung während der Umstellung war die Überführung der enormen Datenmengen in das neue System. Dabei wurde das bisherige Qualitätsmanagement-Handbuch, ein über viele Jahre gewachsenes System, gründlich gecheckt und „entrümpelt“. Es wurde ein komplett neues QM-Handbuch erstellt, das nun nach den ISO-Vorgaben und IFS-Forderungen aufgebaut ist.

 

Audits und Maßnahmen gut vernetzt

Die Erhöhung der Geschwindigkeit war für Prischl und sein Team ein Argument für das neue Managementsystem: Dank ConSense konnten interne Abläufe optimiert werden. Neben einer automatisierten Dokumentenlenkung, die Mitarbeiter sofort über alle Änderungen informiert, führt Prischl als Beispiel auch die regelmäßigen Audits an. Diese laufen jetzt mit Unterstützung des Moduls „Auditmanagement“, das sich den unternehmensspezifischen Auditabläufen anpassen lässt. Das Modul regelt nun die Planung, Steuerung und Auswertung aller Audits der Radatz-Gruppe und kann in die Kalender von Standorten, Organisationseinheiten und Mitarbeitern integriert werden. Durch eine direkte Anbindung der Auditergebnisse an das von Radatz genutzte Modul „Maßnahmenmanagement“ können bei Bedarf sofort entsprechende Schritte eingeleitet werden.

Prischl und sein Kollege Ing. Andreas Hammerl schätzen in ihrem Arbeitsalltag die von ConSense angebotene Möglichkeit, an der Weiterentwicklung des Systems mitzuwirken. Sie nutzen dazu ein ConSense-Forum, das Anwendern die Gelegenheit bietet, Verbesserungsvorschläge einzubringen. Und so war der Qualitätsmanager Prischl auf dem jüngsten Anwendertag der ConSense GmbH positiv überrascht, als er bei der Vorstellung der aktuellen Software-Version einige seiner Anregungen wiederfand. „Ich hatte unter anderem angeregt, die Rollenzuteilung im System nicht nur auf einzelne Personen zu beschränken, sondern auch für ganze Organisationseinheiten zu ermöglichen. Die neue Version 8.0 enthält diese Option – das erleichtert uns an vielen Stellen unsere Arbeit sehr“, freut sich Prischl.

 

Fruchtbarer Austausch quer durch alle Branchen

Viele wichtige Anregungen für seine Arbeit holt sich Georg Prischl auch bei anderen Nutzern in ConSense Workshops. Eine feste Gruppe aus unterschiedlichen Branchen trifft sich regelmäßig, berichtet über die Weiterentwicklung des Systems im Unternehmen und bespricht auch die kleinen Hindernisse und „Fußfallen“ im QM-Alltag. Die gelungene Mischung aus Einsteigern und erfahrenen Anwendern macht die Workshops vor allem für ConSense-Neulinge sehr nutzvoll. „Gerade für Einsteiger ist die Gruppenzusammenstellung enorm wertvoll. Man erhält hier viele nützliche Infos und so mancher ‚Anfängerfehler’ lässt sich durch den intensiven Austausch von vornherein vermeiden“, so Prischl.

Inzwischen gehört Prischl längst zu den erfahreneren ConSense-Nutzern und hat auch einen persönlichen Tipp für Unternehmen, die ein modernes Integriertes Mangementsystem aufbauen wollen, parat. Er rät anderen Qualitätsbeauftragten parallel ein Test-System aufzubauen: „Ich probiere alle Neuheiten zunächst auf einem lokalen Rechner aus, bevor wir im Unternehmen Änderungen vornehmen. Das hört sich nach Mehrarbeit an, hat sich aber in der Praxis bewährt.“ Im Familienunternehmen Radatz ist das moderne Qualitätsmanagementsystem, das zahlreiche Erleichterungen und Zeiteinsparungen im Arbeitsalltag bietet, inzwischen nicht mehr wegzudenken.

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